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Herbst
Newsletter 2019

Liebe Freunde und Interessierte,

wir haben unseren Fokus inzwischen auf das Terrewode Fistula Hospital in Soroti, Uganda gerichtet.
Basierend auf nationalen Statistiken und unserer Erfahrung in Äthiopien schätzen wir, dass 50.000 ugandische Frauen mit geburtshilflicher Fistel leben.
Die gemeindebasierte Organisation Terrewode, die seit 1999 mit  Fistelüberlebenden in Uganda zusammenarbeitet, ist ein starker Partner vor Ort. Terrewode bietet Frauen mit Geburtsfisteln und ähnlichen Verletzungen die Möglichkeit, eine körperliche und seelische Heilung zu erhalten und stärkt ihr Selbstbewußtsein zur Re-Integration in die dörfliche Gemeinschaft.

Frau Dr. Barbara Teltschik reiste im August erneut nach Uganda um an der Eröffnung des Hospitals teilzunehmen. Ihren Bericht finden Sie im Anschluss.

Reisebericht Dr. Barbara Teltschik August 2019

Zwei Wochen Uganda – Teil 1 der Planung war die große Eröffnungsfeier des Terrewode Women’s Community Hospital in Soroti, Teil 2 Unterstützung des Teams im OP und in der Ambulanz.

Nach nur 17 Monaten Bauzeit konnte das Fistula Hospital in Soroti eröffnet werden. Geladen waren wichtige Politiker des Landes und der Region. Wie schon zur Grundsteinlegung des Krankenhauses war der Ehrengast die Präsidentin des ugandischen Parlaments, Rebecca A. Kadanga, die sich in Ihrer Funktion für Frauenrechte einsetzt und Terrewode seit Jahren unterstützt.

eröffnung regierungs gäste
Präsidentin des ugandischen Parlaments, Rebecca A. Kadanga, die sich in Ihrer Funktion für Frauenrechte einsetzt und Terrewode seit Jahren unterstützt. (Mitte, in grünem Kleid Frau Kadanga, rechts daneben Alice Emasu)

Internationale Gäste waren auch einige da, insbesondere Mitglieder der International Fistula Alliance (IFA), unserer Dachorganisation, über die das Krankenhaus finanziert wurde. Martin Andrews, früher Geschäftsführer des Fistula Hospitals in Addis Abeba, hatte die Bauarbeiten mit großem Engagement und Fachwissen betreut.
Alle waren festlich gekleidet, insbesondere die Frauen in langen, bunten Kleidern, modisch die spitz zulaufenden Puffärmel. Mehrere Terrewode Selbsthilfegruppen tanzten und sangen, perfekt einstudiert für das große Ereignis.

eröffnung fistula hospital
Festlich gekleidet wurde bei der Eröffnung des Krankenhauses getanzt

Nach Jahren harter Arbeit hat Alice Emasu, die Gründerin und Organisatorin von Terrewode ihr großes Ziel erreicht. Das Ergebnis Ihrer Bemühungen ist sensationell: zum Zeitpunkt der Eröffnung liegen die ersten 9 Patientinnen operiert im Krankensaal, Dr. Fekade war extra die Woche zuvor aus Addis Abeba angereist, um sie gemeinsam mit Dr. Josephine zu operieren – ein hervorragender Tutor für die Anfangszeit!

bild 3
Alice Emasu, Gründerin und Geschäftsführerin von Terrewode bei der Eröffnungsfeier des Terrewode Fistula Hospital in Uganda

Täglich stellen sich bereits Patientinnen vor, um einen OP-Termin zu bekommen. Bereits die zweite Rehabilitationsgruppe ist im zugehörigen Gebäude mit 30 Betten untergebracht.

wartebereich fistula hospitla uganda
Jeden Tag kommen neue Patientinnen in das neue Frauenkrankenhaus in Soroti (Ost-Uganda)

Danach ist erstmal Erschöpfung im Team, weshalb ich mich entscheide, mit unserer amerikanischen Partnergruppe einen Ausflug nach Mbale zu machen, eine größere Stadt 120 km entfernt, in der die amerikanische Cure-Stiftung ein neurochirurgisches Krankenhaus für Kinder betreibt. Operiert werden Hydrocephalus- und Spina bifida-Kinder – eine anspruchsvolle Aufgabe in einem Entwicklungsland. Zwischenzeitlich werden Neurochirurgen aus Vietnam und anderen Entwicklungsländern dort ausgebildet. Hut ab vor der guten Organisation der Klinik! Da es sich auch um ein spendenfinanziertes Krankenhaus handelt, können wir den Kontakt, den Terrewode bereits vor dem Bau begonnen hat, nun intensivieren. Vielleicht können wir sie bei den neurogenen Blasen der Spina bifida-Kinder unterstützen, Dr. Josephine wird ja Urologin.
Die Stadt liegt an den Ausläufern eines 4300 m hohen erloschen Vulkans, dem Mount Elgon, die Hänge sind grün und fruchtbar, es wird Kaffee, Obst und Gemüse angebaut, beeindruckende Wasserfälle sind ein touristisches Ziel. Einen Vormittag habe ich Zeit, die wunderbare Landschaft zu erwandern und das dörfliche Leben zu erkunden, begleitet von einer Schar Kinder.

soroti uganda kinder
Ausflug nach Mbale in Ost-Uganda

Die folgende Woche wird streng, beim genaueren Hinsehen fehlt noch vieles und manche OP-Möbel wurden im Land in so schlechter Qualität geliefert, dass wir uns entschieden haben, sie wegen gravierender Mängel zurückzugeben. Wir werden zwei OP-Tische samt Umgebung aus Deutschland schicken.

Dazu benötigen wir noch Ihre tatkräftige Unterstützung.


OP-Möbel_Fistula_Gynäkologie
Die OP-Möbel zeigten zum Teil nach dem Aufbau schon rostige Stellen. Wir haben uns entschieden, diese zurückzugeben.

Die Lampe, die wir geschickt haben, muss noch abschließend montiert werden, man hatte vergessen, die Transportarretierung zu lösen, so dass die Arme nicht ausreichend bewegt werden konnten. Bei der Begutachtung der Lampe fällt auf, dass beim Legen der Stromkabel wohl ein Fehler aufgetreten war, für ein paar Tage müssen wir zur Sicherheit alle Geräte im OP vom Netz nehmen. Bei Gartenarbeiten war das zuleitende Kabel verletzt worden…


OP-Lampe Fistula Hospital Uganda
Jeder packt mit an beim Aufbau des Inventars.

Mit den OP-Schwestern üben wir die Instrumentenaufbereitung, ich habe einige Arbeitsmittel mitgebracht. Auch das Verpacken im Container und in Klarsichtbeuteln mit dem neuen Folienschweißgerät muss eingeübt werden. Das nicht sehr hygienische Einpacken in Tüchern kann damit reduziert werden und einzelne Instrumente, die nicht so häufig benutzt werden, sind sauber und gut erkennbar verpackt.
Die beiden Ambulanzräume mit Untersuchungsstuhl und Sonographie werden umgeräumt, um bei der Untersuchung der Patientinnen genügend Platz zum sterilen Arbeiten und auch ausreichend Platz zur Schaffung einer angenehmen Gesprächsumgebung zu erreichen.

instrumentenaufbereitung Fistula Hospital
Mit den OP-Schwestern wird die Instrumentenaufbereitung geübt, Dr. Barbara Teltschik hatte einige Arbeitsmittel mitgebracht.

Problematisch ist, dass es in Uganda 130 verschiedene Sprachen gibt. Auch Dr. Josephine braucht meist eine Schwester zum Übersetzen, da sie aus der Hauptstadt Kampala stammt und die Sprachen hier in der Umgebung von Soroti ganz andere Wurzeln haben.

visite Fistula Hospital Uganda
In Uganda gibt es 130 verschiedene Sprachen. Die Ärzte brauchen meist eine Schwester zum Übersetzen.

Wir machen zusammen Visite, üben Ultraschalluntersuchungen und sprechen viel über Organisatorisches. Das mikrobiologische Labor muss noch eingerichtet werden, der Aufbereitungs- und Sterilisationsraum erweitert – ich denke, im nächsten Jahr wird weitere finanzielle Unterstützung für das Terrewode Hospital benötigt werden.

Jeden Tag kommen neue Patientinnen, jedoch wird in den nächsten Monaten nur mit Dr. Fekade und Dr. Kirija, dem betreuenden Urologen aus der Stadt, operiert werden.

Trotz allem ein faszinierender Erfolg nach der kurzen Bauzeit! Schöne, klare Räume, freundliche Schwestern und strahlende Patientinnen! Die Woche fliegt an mir vorbei und es gäbe noch vieles zu tun!
Zum Abschied heißt es: wann kommst Du wieder? Ich hoffe, im November.

fistula patientinnen
Die ersten glücklichen Patientinnen. Foto: Lynn Dobson

!!! Wir benötigen Ihre Unterstützung !!!

Das Terrewode Fistula Hospital benötigt dringend zwei OP-Tische. Frau Dr. Barbara Teltschik hat sich sehr um ein günstiges Angebot bemüht. Es fehlen uns aber noch Gelder, da die beiden OP-Tische mit Zubehör über 40.000 Euro kosten. Deswegen möchten wir Sie um eine zusätzliche Spende bitten. Die Spendenbescheinigungen hierfür werden wir Ihnen umgehend zuschicken.

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Wissen Sie eigentlich:


  • Jeden Tag sterben weltweit 830 Mütter bei der Geburt. (UNFPA Weltbevölkerungsbericht 2017)
  • 99% dieser Frauen leben in Entwicklungsländern! (WHO Maternal Mortality 2018)

Unser Online Shop

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Der Verein

Wie bereits oben erwähnt, unterstützen wir in Zukunft das Terrewode Fistula Hospital in Uganda. Die Ärztliche Fortbildung (Fellowship) in Urogynäkologie in Äthiopien mit Frau Dr. Renate Röntgen werden wir bis zur Beendigung des Programms Ende 2020 unterstützen.

In unserem neuen Flyer stellen wir das Projekt in Uganda vor. Die Website wird zur Zeit überarbeitet und ist in Kürze mit neuesten Informationen aktualisiert. Schauen Sie doch mal rein.

Am 21. September war unsere jährliche Mitgliederversammlung. Frau Dr. Barbara Teltschik hielt einen Vortrag über das Terrewode Fistula Hospital in Uganda. Auf der Mitgliederversammlung wählten wir Frau Mareike Philipp als neue Schatzmeisterin. Wir wünschen ihr viel Mut und Elan für die immer umfangreicher werdende Arbeit.
Wir bedanken uns bei unserer langjährigen Schatzmeisterin Angelika Wunderle für ihre Arbeit und die sorgfältige Buchführung der vergangenen Jahre. 

Wir müssen unsere Satzung ändern. Die Einladung zur Satzungsänderung wird Ihnen in den nächsten Tagen zugehen.

Wenn Sie ausschließlich für Äthiopien spenden möchten, vermerken Sie es bitte auf dem Überweisungsträger. Ansonsten werden wir Ihre Spende für das Terrewode Hospital verwenden.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben alles Gute. Bleiben Sie uns gewogen und empfehlen Sie uns weiter.
UnterschriftJutta Ritz
(1. Vorsitzende)




Logo Fistula e.V.
Fotos: Barbara Teltschik, Lynn Dobson, Copyright: Fistula e.V. 

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Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 

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